FütterungRatgeberStall

Nach der Frage welches das beste Stroh oder das richtige Stroh für Pferde ist, beantworte ich mit den unterschiedlichen Strohsorten. Es gibt welche was Pferde eher mögen und es gibt welches was nicht alle Pferde gerne fressen.

Weizen-Stroh:

Weizen-Stroh ist das häufigste und begehrteste Stroh in Deutschland. Rund 20 Millionen Tonnen Weizen werden jedes Jahr geerntet, ebenso viele Tonnen Stroh fallen dabei an.

Typisch: Bauchige Körner sitzen in vier Zeilen in der Ähre und tragen keine Grannen. Weizen-Stroh taugt optimal als Streu und Futter. Es ist goldgelb, recht blattreich, und Pferde fressen es gern.

Weizen-Stroh ist die häufigste Strohsorte und eignet sich als Futter und Einstreu für Pferde.

 

Hafer-Stroh:

Hafer-Stroh schmeckt gut, ist sehr blattreich und als Futterstroh begehrt, unterscheidet sich im Futterwert aber nicht von anderen Sorten. Mit jährlich nur 1,3 Millionen Tonnen ist es die seltenste Strohsorte.

Typisch: Körner sitzen auf langen, dünnen Stielen. Hafer-Stroh muss auf dem Feld besonders gut trocknen, damit es nicht schimmelt.

Hafer-Stroh ist als Futterstroh für Pferde beliebt und sehr blattreich.

 

Gersten-Stroh:

Gersten-Stroh ist die zweithäufigste Strohsorte (rund 12 Millionen Tonnen/Jahr) und fühlt sich weicher an als andere Sorten. Außer im Stall wird es im Garten verwendet – als Umzäunung für Beete soll es Schnecken abhalten, in Teichen das Algenwachstum hemmen. Häufig wird behauptet, Gersten-Stroh sei wegen seiner piksenden Grannen gefährlicher für Augen, Zahnfleisch und Darm von Pferden als andere Strohsorten. „Ich hab’ allerdings noch nie gehört, dass ein Pferd durch die Grannen verletzt wurde”, sagt Futter-Expertin Ellen Kienzle. Sie fürchtet eher den Windhalm, ein feines, grasähnliches Unkraut, das sich besonders häufig zwischen Gersten-Stroh findet. „Windhalm kann im Pferdedarm Knäule bilden, die zu Verstopfungen führen.”

Typisch: Schlanke Körner sitzen in zwei oder vier Zeilen in der Ähre, sehr lange Grannen.

Gersten-Stroh hat die längsten Grannen. Weil diese piksen können, fürchten manche Reiter, dass es Pferden schaden könnte.

 

Roggen-Stroh:

4,5 Millionen Tonnen Roggenstroh fallen pro Jahr an. Es wird in Öko-Matratzen gestopft, zu Schuhen und Körben geflochten oder dämmt Dächer und Häuser. Typisch: Schlanke Körner sitzen in vier Zeilen in der Ähre, mittellange Grannen. Roggen-Stroh hat die längsten und härtesten Stängel und enthält am meisten Lignin und Rohfaser. Weil es bitter schmeckt, fressen Pferde es nicht so gerne. Entgegen vieler Behauptungen ist Roggen-Stroh ebenso wie Gersten-Stroh nicht saugfähiger als Weizen-Stroh.

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